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Die Beurteilung und das Zeugnis

Auf den 1. August 2012 hat der Regierungsrat des Kantons Nidwalden in der Vollzugsverordnung (VSV) zum Gesetz über die Volksschule die Bestimmungen zur Beurteilung und Promotion neu erlassen.

Ganzheitliche Beurteilung

Die Beurteilung der Schülerinnen und Schüler soll gemäss der Volksschul-verordnung ganzheitlich erfolgen (§ 37). Demzufolge werden bei der Beurteilung drei Beurteilungsbereiche unterschieden:
  • Beurteilung der Sachkompetenz
  • Beurteilung des Arbeitsverhaltens
  • Beurteilung des Sozialverhaltens



Regelmässige Standortgespräche
Das Standortgespräch zwischen der Klassenlehrperson und den Eltern dient dem Austausch von Informationen über die schulische Entwicklung, die Leistungsanforderungen, den Leistungsstand, den Leistungsfortschritt, das Arbeitsverhalten und das Sozialverhalten.
  • In der 1. und 2. Klasse finden je zwei Standortgespräche am Ende des 1. und des 2. Semesters statt.
  • In der 3. bis 6. Klasse findet jeweils ein Standortgespräch im Verlaufe des Schuljahres statt.

Beurteilung in der 1. und 2. Klasse
Das Zeugnis für die 1. und 2. Klasse wird am Ende des Schuljahres abgegeben. Es bestätigt den Schulbesuch, den Promotionsentscheid, die Absenzen sowie die Daten der Standortgespräche. Die Beurteilung über die Erfüllung eigentlicher Leistungsbereiche sowie der Entwicklung im Arbeitsverhalten und im Sozialverhalten findet anlässlich der Standortgespräche statt.

Beurteilung ab der 3. Klasse
In der 3. bis 9. Klasse wird das Zeugnis jeweils am Ende des 1. und 2. Semesters abgegeben.

Sachkompetenz
Die Leistungen zu allen Fächern gemäss VSV werden zusammenfassend mit Ziffernnoten bewertet (die Ausnahmen sind definiert).

Im Zeugnis erfolgt die Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens der Schülerinnen und Schüler zu folgenden Kriterien:

Arbeitsverhalten

  • arbeitet selbstständig
  • arbeitet sorgfältig
  • beteiligt sich aktiv am Unterricht
  • schätzt eigene Fähigkeiten realistisch ein

Sozialverhalten

  • arbeitet mit anderen zusammen
  • geht konstruktiv mit Kritik um
  • geht respektvoll mit anderen um
  • hält die Regeln ein

Die Beurteilung der verschiedenen Kriterien wird mit folgenden Qualitätsstufen
einer vierteiligen Skala vorgegeben:
vollumfänglich erfüllt - mehrheitlich erfüllt - teilweise erfüllt - nicht erfüllt

Schülerinnen und Schüler mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen Alle Schülerinnen und Schüler erhalten grundsätzlich das Zeugnis der Regelschule.Schülerinnen und Schüler, die sonderpädagogisch gefördert werden, können aber mit dem Einverständnis der Eltern in jenen Fächern nach individuellen Massstäben beurteilt werden, in denen sie dem regulären Unterricht nicht zu folgen vermögen. Im Zeugnis werden diese Fächer nicht benotet, sondern mit einem Sternvermerk gekennzeichnet. In der Rubrik Bemerkungen erfolgt der Eintrag: ?Persönliche Lernziele, spezielle Förderung?.


Absenzen
In der Primarschule werden entschuldigte Absenzen in Anzahl Halbtagen eingetragen.
In der Orientierungsschule werden entschuldigte Absenzen in Anzahl Halbtagen und unentschuldigte Absenzen in Anzahl Lektionen eingetragen.


Gesetzgebung
Die ausführlichen gesetzlichen Bestimmungen zur neuen Schülerinnen und
Schülerbeurteilung können in der Volksschulverordnung unter dem Kapitel IV Beurteilung und Promotion nachgeschlagen werden.

NG 312.11 Vollzugsverordnung zum Gesetz über die Volksschule
(www.gesetzessammlung.ch - Nidwalden)
AMT FÜR VOLKSSCHULEN UND SPORT Stans, August 2012

Weichenstellung nach der Primarschule

Schon in der 5. Klasse müssen sich die Schülerinnen, Schüler und ihre Eltern mit der Frage auseinandersetzen, wie die schulische Laufbahn nach Abschluss der Primarschule weitergehen soll.

Wichtig ist es, dass die Schülerinnen oder Schüler einen Bildungsweg einschlagen, der ihnen so gut wie möglich entspricht. Die Broschüre vom Kanton soll helfen, bei der anstehenden Weichenstellung die richtige Richtung zu finden.

Sie finden die Broschüre gleich hier zum downloaden oder unter Publikationen.

Weichenstellung_2016.pdf (PDF, 151.37 kB)